OKTOBER 2011: FFE trifft swissgrid

Der Verein Frauen für Energie FFE besichtigte am 10. Oktober 2011 die nationale Netzleitstelle Swissgrid. Swissgrid bildet das Rückgrat für eine sichere Stromversorgung, eine wettbewerbsfähige Wirtschaft und moderne Gesellschaft.

Im Zentrum des Anlasses stand die Frage, welche Auswirkungen der von Bundesrat und Parlament entschiedene Ausstieg aus der Kernenergie auf das Übertragungsnetz haben wird. Zu diesem Thema referierte Frau Bettina von Kupsch, Mitglied der Geschäftsleitung von Swissgrid. Sie zeigte den anwesenden FFE-Mitgliedern anschaulich die Schwierigkeiten und Herausforderungen dieser neuen Energiestrategie auf: So stehen erneuerbare Energiequellen wie beispielsweise Sonne und Wind nicht konstant zur Verfügung, folglich kann aus diesen nicht nach Bedarf Strom gewonnen werden. Gleichzeitig ist der steigende Stromkonsum der Schweizer Bevölkerung Realität. Diese Differenz zwischen Produktion und Verbrauch auszugleichen, wird für Swissgrid eine riesige Herausforderung darstellen. Die historisch gewachsene Netzstruktur kann den veränderten Stromflüssen nicht mehr gerecht werden. So besteht für eine sichere und nachhaltige Energiezukunft total 1300 Kilometer Erneuerungs- und Ausbaubedarf.

Intensiv diskutierten FFE-Präsidentin Esther Egger und die anwesenden FFE-Mitglieder die vom Parlament beschlossenen energiepolitischen Weichenstellungen beim anschliessenden gemütlichen Beisammensein. Für alle Anwesenden ist klar: Ohne Netzaus- und Umbau ist eine Energiewende nicht zu schaffen.